Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Singer-Songwriter Dave Curl veröffentlicht neue Single. Bild: pd
Der Winterthurer Dave Curl präsentiert die neue Single «Julia», Inspiration bot eine Begegnung im Surf-Camp.
Singer-Songwriter Tagträume vom Strand – ein Künstlerzimmer im diffusen Licht, eine Frauengestalt im Meer schwebend: Diese Bilder, untermalt von einer melancholischen Stimme mit Gitarre verbreiten verträumte Sommerstimmung. Als «akustischen Dream-Pop» bezeichnet Dave Curl seine am 12. August veröffentlichte Single «Julia» – inspiriert von einer zufälligen Begegnung in einem Surf-Camp in Portugal.
«Die Begegnung im Camp mit einer tschechischen Künstlerin «Julia», die eine beinahe feenhafte Erscheinung hatte, inspirierte mich zum Song», sagt Dave Curl auf Anfrage. Diese Begegnung verband Curl mit dem Gedanken aus «Der kleine Prinz», dass man das Wesentliche nur mit dem Herzen sehen kann.
«Ein Teil der Akkorde und der Melodie lag in der Schublade, dann nach der Begegnung, als sich das Thema herauskristallisiert hat, haben sich Werte, Lyrics und Akkorde zu einem Ganzen zusammengefügt.»
Dave Curl, Schweizer Singer-Songwriter mit englisch-australischen Wurzeln, ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Er wohnt in Winterthur. «Durch die englische Sprache habe ich einen Vorteil, so lange an den sprachlichen Feinheiten schleifen zu können, bis sich eine runde Sache ergibt.»
Diesen Februar brachte Curl den Song und das Musikvideo «Zueri» auf Schweizerdeutsch und Englisch heraus, welches sich mit dem Thema Armut auseinandersetzt. «Die ersten Entwürfe zu diesem Track schrieb ich vor 30 Jahren als Student in Zürich, wo mich der grosse Kontrast schockierte zwischen einem einfachen Mann in alten Jeans, der Bob Dylan Songs für ein Hutgeld spielte, und der reichen Bahnhofstrasse», sagt Curl.
Vor zwei Jahren gab er die Single «Don’t Talk Anymore» heraus, die nach einer Zugfahrt nach Locarno entstanden war, bei der die Reisenden alle aufs Handy starrten, statt miteinander zu reden.
Nun, mit «Julia», veröffentlicht Curl für einmal keinen sozialkritischen Song, dafür den Soundtrack für laue Sommerabende.
Claudia Naef Binz
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