Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Das Volkstheater Chrebsbach in Seuzach arbeitet erstmals mit dem Regisseur Fabrizio Daniele zusammen.
Komödie «Nein, die Schauspielerei war früher überhaupt nicht mein Traumberuf, ich machte eine KV-Lehre mit BMS», sagt Fabrizio Daniele, Schauspieler und Regisseur des Volkstheaters Chrebsbach Seuzach bei einem Probebesuch.
Erst mit der Zeit sei die Schauspielerei als Wunschberuf aufgetaucht. «In der Schauspielerei kann ich meiner Neugierde freien Lauf lassen, man kann alles sein, in andere Welten eintauchen und vor allem – Geschichten erzählen.» Und dies tut Daniele. Erstmals arbeitet er mit dem Seuzacher Laientheater zusammen. Zuvor hat er Regie für das Stadttheater Bisikon und das Theater Illnau geführt. «Es haut mich um, was man aus Laiendarstellern alles herausholen kann, wenn man ihnen die richtigen Werkzeuge zur Verfügung stellt», sagt Daniele. «Einzig beim Textlernen sind die Profis im Vorteil.» Daniele war nach eigenen Angaben an der American Academy of Dramatic Arts, Los Angeles. «In LA wird die Schauspielerei ernst genommen und als Beruf, nicht nur als Hobby betrachtet.»
Den Rollenwechsel vom Schauspieler zum Regisseur findet er recht einfach, allerdings sind ihm manche Dinge klar, die er jedoch als Regisseur vermitteln muss. «Ich schätze bei dieser Arbeit das Gefühl einer Community, das ich in der Schweiz sonst manchmal vermisse.» Als Geisterjägerinnen im Stück sind Miriam Bolli und Petra Neher unterwegs. «Wir bedienen ein geheimnisvolles Gerät zur Geisterverjagung», verraten sie. Wenn es um die Rollenbesetzung geht, wechseln sich die Laiendarsteller jeweils ab, der Entscheid liegt letztendlich beim Regisseur. «Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur ist super», finden beide.
Melanie Heiniger spielt den Geist Anna. «Ein solches Kleid trage ich sonst nicht. Ups, ich verliere meine Ohrringe», sagt sie und bückt sich danach. «Ich stelle einen ungeschickten Geist dar, denn ich habe noch keine Spuk-Lizenz, darf also offiziell nicht spuken.» Genug geplaudert. Alle Darsteller beziehen ihre Positionen. Vorhang auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Villa Heimenstein soll von der Besitzerin Charlène Meier verkauft werden, dies lassen sich die drei Geister Franky, Feldmarschall und Anna jedoch nicht bieten.
Claudia Naef Binz
«Drei Geister für Charlène»
23. Januar bis 6. Februar
volkstheater-chrebsbach.ch
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