Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Yvonne Sieber, Milena Büchi (vorne, v.l.) Aline Perino (hinten, r.) von der Dance Company One mit Dominique Devenport (hinten l.). Nicht auf dem Bild ist Kompagnie-Mitglied Corinne Kälin. Bild: Claudia Naef Binz
Die Tanztheater-produktion «Les Femmes Fatales» erzählt von herausragenden Schweizer Frauen.
Tanz «Die Stadt Winterthur und das Theater am Gleis vergeben jedes Jahr zusammen eine Koproduktion», sagt Profi-Tänzerin Milena Büchi, dieses Jahr haben wir, die Dance Company One, uns beworben und den Zuschlag erhalten», freut sie sich.
Vier Frauen stehen im Zentrum des Stücks der Winterthurer Dance Company One: Marie Heim-Vögtlin, die erste Ärztin der Schweiz, Anna Göldi, die letzte Frau der Schweiz, die der Hexenverfolgung zum Opfer fiel, Iris von Roten, Kolumnistin und Autorin von «Frauen im Laufgitter» sowie die Künstlerin Meret Oppenheim. Sie alle kämpften auf ihre Weise für Selbstbestimmung, Gleichheit und Freiheit. Durch zeitgenössischen Tanz, Text und Musik, lädt das junge Kollektiv Dance Company One zu einer Reise durch 300 Jahre Schweizer Geschichte ein. Neben Büchi gehören Yvonne Sieber, Aline Perino und Corinne Kälin (zurzeit im Ausland) zur Kompagnie.
«Es entsteht ein interdisziplinäres Stück, das Texte, Tanz und Musik verbindet», sagt Büchi. «Wir haben alles Frauen im Team, von der Technikerin bis hin zur Musikerin.» Yvonne Sieber ergänzt: «Wir erzählen die Geschichten nicht chronologisch, sondern thematisch, zeigen die Facetten der jeweiligen Persönlichkeit, den Charakter, und die Vorlieben.» Während die Tänzerinnen über die Choreografie beraten, sitzt Dominique Devenport auf einem Stuhl, ein aufgeklappter Laptop auf ihren Knien balancierend und schreibt die Texte zum Stück, welche das Stück einordnen und live zu hören sein werden. Devenport ist durch ihre Hauptrolle der RTL-Serie «Sisi» sowie aus der SRF-Serie «Davos 1917» bekannt. «Im Film müssen oft Stereotypen bedient werden, hier machen wir das, was wir interessant finden», sagt sie.
Die Herausforderungen der Emanzipation beschreibt Büchi so: «Ich bin vor kurzem Mutter geworden, arbeite hundert Prozent, das ist eine grosse Herausforderung.» Auch die Ärztin Heim-Vögtlin habe Kinder gehabt und gleichzeitig ihre Gynäkoligische Praxis in Zürich geführt. «Obwohl 200 Jahre vergangen sind, ist die Vereinbarkeit ein grosses Thema. Warum man aus ihrer Sicht «Femmes fatales» gesehen haben muss: «Das Stück hat ganz viele Ebenen, beinhaltet mehrere Kunstarten, erzählt Geschichten von Persönlichkeiten.» Ihre Kollegin Perino ergänzt: «Es ist ein vielschichtiges Stück, wo sich dasjenige herauspicken lässt, das man mag», und Sieber betont: «Es ist kein Rage-Stück, es geht darum, Frauen zu zelebrieren, uns für heutige Herausforderungen der Gleichberechtigung Inspiration geben und füreinander da sein.
Claudia Naef Binz
Dance Company One
Les Femmes fatales
Première: Freitag, 13. Februar
Samstag,14. Februar, 20 Uhr
theater-am-gleis.ch
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