Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Mensch Läppli: Christoph Wettstein als Herr Zurbuchen, Patrick Allmandinger als Läppli und Brigitte Oelke als Frau Schmitt. Bild: Rene Tanner Festhalter
Läppli ist mit neuer Episode zurück auf der Bühne. Zusatzvorstellung im Casiontheater.
Bühne Ein brandneues Kapitel in der Geschichte von Läppli kommt im Casiontheater auf die Bühne. Schon 1976 tüftelte Alfred Rasser gemeinsam mit seiner Tochter Sabina an der Idee für eine neue Läppli-Komödie. Und genau diese Idee bringt Sabina Rasser jetzt als Schweizer Uraufführung mit einem grossartigen Ensemble auf die Bühne.
Der liebenswürdige Tollpatsch stürzt sich voller Neugier, Witz und einer gehörigen Portion Charme kopfüber in die schöne neue Computerwelt. Was bitteschön sind Cookies – kann man die essen? Warum schaut mich der Chatbot so komisch an? Und wieso zum Teufel braucht’s für alles ein Passwort? Mit seinem unverwechselbaren Schalk deckt Läppli die größten Absurditäten des digitalen Alltags auf – mal herrlich grotesk, mal verblüffend weise. Und dabei bleibt er sich immer treu: menschlich, herzlich und direkt.
Der Film erschien 1959. HD Läppli war weit mehr als nur eine komische Figur – er wurde zur Stimme des kleinen Mannes. In einer Zeit geprägt von politischen Umbrüchen, Kriegswirren und gesellschaftlichem Wandel verkörperte Läppli die Sehnsüchte und Sorgen der einfachen Leute. Mit seinem unverwechselbaren Mix aus Naivität, Schalk und entwaffnender Ehrlichkeit hielt er der Gesellschaft den Spiegel vor. Alfred Rasser schuf mit Läppli eine Figur, die sich mutig über Autoritäten, Bürokratie und militärischen Starrsinn lustig machte – stets mit einem Augenzwinkern, aber nie bösartig. Läppli stand für gesunden Menschenverstand, Pazifismus und Menschlichkeit. Millionen von Schweizerinnen und Schweizern fanden sich in ihm wieder, lachten über ihn – und über sich selbst. Er wurde zur Symbolfigur für Zivilcourage, kritisches Denken und herzlichen Humor, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. pd/cnb
Zusatzvorstellung am Dienstag, 17. Februar, 20 Uhr
casinotheater.ch
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