Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Irene Mazza singt in der Schlosshalde Mörsburg und stellt sich den Fragen des Publikums. Bild: Silvio Grogg
Dieses Jahr feiert Irene Mazza zehn Jahre Solo-karriere. Die Bielerin ist mittlerweile in Winterthur angekommen.
Konzert «Ich freu mich schon auf die Fragen», sagt Irene Mazza. An ihrem Konzert am 29. Januar spielt sie im Rahmen des Kultur-abends in der Schlosshalde Mörsburg. Traditionell darf das Publikum dort Fragen an die Kunstschaffenden stellen. «In der Schlosshalde picke ich Rosinen aus meinem vielseitigen Repertoire», verspricht Mazza bei einem persönlichen Gespräch.
Unverblümt und keck, so die Eigenwerbung, wagt sich die Weltenbürgerin (mit Bieler Wurzeln) ans Eingemachte und serviert es mit einer Prise Puderzucker.
Vor zehn Jahren startete die Liedermacherin in Winterthur ihre Solokarriere. «Das war in einem Café», erinnert sich Mazza. Seit 20 Jahren lebt sie nun in Winterthur, auch diese Tatsache feiert Mazza mit ihrem Konzert.
«Damals kam ich für mein Studium «Mehrsprachige Kommunikation» an die ZHAW. Dazu gehören neben der klassischen Übersetzung auch das Schreiben und Kommunizieren in Fremdsprachen. «Ich liebe Sprachen», sagt Mazza. Bereits bei ihrer ersten Tätigkeit als gelernte Pflegefachfrau kamen diese zum Einsatz. «Durch meine langjährige Arbeit für humanitäre Organisationen habe ich an vielen Orten auf der Welt gearbeitet, wie im Sudan und im Kongo.»
Neben der Arbeit in der Pflege habe sie viel beobachtet, diese in Form von Blogs festgehalten und auf ihrer Webseite publiziert. «Ich hatte bei meinen Einsätzen immer eine Gitarre dabei», erinnert sich Mazza. «Die Gitarre war ein Türöffner», sagt sie. «Wenn meine Einsätze beendet waren, liess ich die Instrumente jeweils dort.» Daraus entwickelte sich die Idee, für Geflüchtete in der Schweiz Instrumente zur Verfügung zu stellen. «Gespendete Instrumente hole ich persönlich ab und bringe sie vorbei.»
Migration ist auch das Thema in Mazzas bisherigen Bühnenprogramm «Mazzarella». In diesem besingt Mazza ihre eigene Familiengeschichte als Migrationsgeschichte – ihr Vater kam von Kalabrien in die Schweiz. Für die Schlosshalde stellt Mazza ein eigenes Programm zusammen: Neben bisherigen werden auch neue Songs von ihr zu hören sein. «Ich stelle mich dem Thema Vergänglichkeit, aber auch lüpfige Berndeutsche Lieder werden zu hören sein.»
Claudia Naef Binz
Irene Mazza – Altbekanntes
und Unerhörtes
Donnerstag, 29. Januar, 20 Uhr
moersburg-winterthur.ch
irenemazza.ch
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