Sarina Molinari
hat eine innige Beziehung zu den Songs von ABBA.
Ein Hauch von Afrika mitten im Industrie-quartier: In Effretikon ist ein eindrückliches Wandbild entstanden.
Savanne Geschaffen wurde das Werk von der Winterthurer Künstlerin Simone Ronner, deren Arbeiten sonst eher in traumgleichen, poetischen Bildwelten verortet sind.
Der Auftrag führte sie diesmal in ein nicht öffentlich zugängliches Sitzungszimmer, dessen vier Meter hohe und zwanzig Meter lange Wand zur Leinwand wurde. Thema und Motiv waren vorgegeben: «Savanne Afrikas» – und, passend zum Raumnamen, ein Adler.
Ronner näherte sich der Aufgabe mit einem klaren Konzept. «Beim Betreten des Raumes soll zunächst die Weite spürbar sein», erklärt sie. «Je weiter man hineingeht, desto dichter und dunkler wird die Landschaft.» Eine tragende Säule integrierte sie geschickt als Baum und verlieh dem Bild so zusätzliche räumliche Tiefe.
Eine detailreiche Tierwelt belebt die Szene, doch der Blick bleibt unweigerlich am Adler hängen. Obwohl im oberen Bildbereich platziert, wird er zum visuellen Zentrum – präzise ausgearbeitet und von eindringlicher Präsenz.
Besonders ist auch die Materialität des Werks: Mit selbst gemischten Mineralien- und Pigmentfarben erzeugte Ronner eine körnige, fast greifbare Oberfläche, die der Savanne zusätzliche Lebendigkeit verleiht.
Rund 180 Stunden arbeitete die Künstlerin am Bild. Der Aufwand hat sich gelohnt – entstanden ist ein Werk, das den Raum verwandelt und den Betrachter in eine andere Welt entführt. «Es war ein toller und erfüllender Auftrag», sagt Ronner. pd/cnb
anderwelt.ch
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