Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Der Bauingenieur Mirco Möckli will in den Gemeinderat.
Der 26-jährige Mirco Möckli kandidiert inNeftenbach für denGemeinderat.
Politik Von wegen die Jungen können mit Politik nichts anfangen: In Neftenbach kandidiert der 26-jährige Mirco Möckli für den Gemeinderat. Mit dem Gedanken habe er schon länger geliebäugelt. «Als ich dann angefragt wurde und den Gedanken mit meiner Lebenssituation abgeglichen habe, konnte ich sagen, ja, das passt», so Möckli. Er sei in der Gemeinde aufgewachsen und stolzer Neftenbacher. «Ich habe viel bekommen, nun will ich etwas zurückgeben.» Zudem wolle er mit seiner Kandidatur auch eine Inspiration für andere Jungen sein, sich zu engagieren.
Im Neftenbacher Gemeinderat kommt es zu zwei Rücktritten. Beat Brandenberger (Ressort Hochbau) und Silvia Itin (Ressort Werke) stellen sich nicht mehr zur Wahl. Die anderen sechs Gemeinderäte, inklusive der Gemeindepräsidentin Maja Reding Vestner, wollen es hingegen noch mal wissen. Möckli, der als Bauingenieur arbeitet, kann sich für alle Ressorts begeistern. Unterstützt wird Möckli von den Freien Wählern, einem politischen Netzwerk in Neftenbach. In einer Partei sieht er sich eher weniger, wie er sagt. «Auf der Gemeindeebene soll es um Sachpolitik gehen, nicht um Ideologien. Das Wohl der Gemeinde steht bei mir im Fokus.» So lautet auch der Slogan der Freien Wähler. Möckli ist in Neftenbach in verschiedenen Vereinen engagiert und gut vernetzt. Für den Wahlkampf versucht Möckli in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Der Neujahrsapéro oder die Gemeindeversammlung seien gute Gelegenheiten gewesen, um sich einzubringen. Doch der Wahlkampf ist für ihn auch ungewohnt. «Dass ich nun für mich selbst Werbung machen muss, ist eine spezielle Erfahrung. Da muss ich schon etwas über meinen Schatten springen», so Möckli.
Und wo braucht Neftenbach am dringendsten eine Veränderung? Möckli winkt ab. Es laufe vieles gut in der Gemeinde. «Ich will nicht per se etwas verändern, es braucht keinen Systemwechsel. Aber wir müssen versuchen, mit den raschen Veränderungen in der Welt Schritt zu halten», so Möckli. Für die sechs Sitze im Gemeinderat kandidieren sieben Personen. Neben den bisherigen Gemeinderäten Susanne Dreifaldt (Freie Wähler), Peter Meier (GLP), Urs Müller (SVP) und Maja Reding Vestner (Freie Wähler) kandidieren Vanja Niggli (FDP), Florian Färber (SVP) und Mirco Möckli für den Gemeinderat. Gewählt wird am Sonntag, 8. März.
Sandro Portmann
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