Sol Bufalini
von den FCW-Frauen hatte mit ihren Teamkolleginnen einen Auftritt am Tanzfest.
Mit dem HC Rychenberg, ist der traditionsreichste Schweizer Unihockeyverein zum ersten Mal nationaler Champion.
Schweizermeister 2026! Der HC Rychenberg ist Schweizermeister 2026. Zum ersten Mal wird der traditionsreichste Schweizer Unihockeyverein auch nationaler Champion. Der Erfolg kommt nach einer mässig erfolgreichen Regular Season eher unerwartet. Doch er ist dadurch auch umso schöner! Der HCR schlägt in der Fribourger BCF-Arena Titelverteidiger Zug United nach Penalties mit 5:4. Knapp 9000 Zuschauer im Fribourger Eishockeypalast BCF-Arena wurden vergangenen Samstagabend Zeugen eines kleinen Wunders. Der HC Rychenberg schlug dort in einer hoch dramatisch endenden Partie Vorjahresmeister Zug United im Penaltyschiessen. Von den Zuger Topstars traf einzig der angeschlagene Sami Johansson, während die übrigen entweder patzten oder an HCR-Goalie Eric Kunz scheiterten. Dieser junge Mann, eigentlich noch U21-Junior, der notabene bereits in allen vorherigen Playoff-Spielen eine prägende Figur war und die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung trieb wurde einmal mehr zum entscheidenden Faktor. Der vergebene letzte Penalty sicherte dem HCR den Titel, nachdem Levin Conrad und Tobi Studer zuvor getroffen hatten. Dabei hatte Rychenberg bis zur Spielmitte scheinbar alles im Griff und sich eine verdiente 4:0-Führung erspielt. Die Zuger wirkten von der Spielfreude der Winterthurer überfordert. Trainer Tero Kotilainen warnte jedoch: Gegen die Klasse der Skandinavier sei ein solcher Vorsprung trügerisch. Tatsächlich nutzte Zug kurz vor der Pause zwei Chancen und meldete sich zurück. Besonders Justus Kainulainens Backhandtor war sehenswert. Das eigentliche Drama folgte jedoch im Schlussdrittel: Innert fünf Minuten glichen die Zuger zum 4:4 aus – sämtliche Treffer durch ihre ausländischen Topspieler. Beim HCR trafen neben Johan Larsson vor allem Noah Püntener (2) und der 18-jährige Julian Egli nach starkem Ballgewinn gegen Albin Sjögren. Auch nach Verlängerung blieb es beim 4:4 – und es kam zum entscheidenden Penaltydrama.
Damit wird nun im Büro des rührigen und so engagierten HCR-Geschäftsführers Mario Kradolfer für zwölf Monate der wichtigste Pokal im Schweizer Unihockeysports stehen. Das kleine Wunder ist vollbracht, oder wie es Tero Kotilainen poetisch ausdrückte, der Rychenberger Sieg sei «written in heaven», so der ab sofort neue Headcoach des HC Rychenberg Winterthur als Titelverteidiger und Champions-Cup-Teilnehmer der Saison 2026/2027.
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