Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Beni Thurnheer
Hurra, es ist wieder Fusball-WM! Alle vier Jahre freue ich mich darauf. Früher war die Vor-WM-Zeit auch die Panini-Bildchen-Zeit. Da wurde gesammelt, getauscht und eingeklebt. Seit die WM-Endrunde aber mehr als 24 Mannschaften umfasst (diesmal 48!), ist die Leidenschaft etwas erloschen. Zu viele Fotos, zu viele unbekannte Spieler.
Die unbekannten Teams allerdings, die sogenannten Exoten, sind das Salz in der Suppe. Wie werden sich Curaçao, die Kapverden, der Kongo
schlagen? Werden sie zweistellig untergehen oder sogar auch einmal punkten? Diese für uns völlig unbekannten Fussball-Nationen machen das Besondere einer
jeden WM aus und erheben sie über eine blosse Europameisterschaft.
Nun aber: Wer wird Weltmeister? Bundesliga-Gläubige, Traditionalisten und Romantiker glauben weiterhin an Deutschland (flog an den letzten zwei Turnieren bereits in der Vorrunde raus), England (einziger WM-Titel, als das Fernsebild noch schwarz-weiss war) und Brasilien (Letzter Titel 2002). Ich glaube eher an Argentinien, Frankreich, Portugal und Spanien. Womit wir bei der Frage aller Fragen wären: Wie wird die Schweiz (mit den Keller, Akanji, Freuler, Fassacht, Calla) abschneiden?
Nehmen wir an, es läuft alles nach Papierform. Die Schweiz gewinnt ihre Vorrundengruppe und trifft dann auf einen Gruppendritten. Meinen zufolge wäre dies Algerien. Dort ist ausgerechnet Yakins Vorgänger Wladimir Petkovic Trainer! Im Achtelfinal droht dann der
Sieger der Gruppe K, Portugal! Au weja! Wäre es also gescheiter, die Schweiz würde nur Gruppenzweite? Dann gäb es schon im 1/16tel-Final mit dem Zweiten der Gruppe A (Tschechien? Südkorea?) einen starken Gegner. Und dann hiesse es im 1/8-Final wohl Schweiz gegen Holland! Aber vielleicht werden ja dann ganz andere Teams Gruppensieger! Ich bin gespannt, wie vor jeder WM. Hurra, schon bald beginnt sie!
Beni Thurnheer
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