Chläuse
nahmen am Sonntag die Altstadt in Beschlag.
Stephanie Brändle ist neue Gastgeberin der SRF 3 Hitparade.
Die 31-jährige Neftenbacherin gehört seit drei Jahren zum Team von Radio SRF Virus und war zuvor Moderatorin und Produzentin bei Radio Top.
Eine Neftenbacherin wird die Stimme der SRF-3-Hitparade
Vorfreude Ganz neu ist für Stephanie Brändle die künftige Aufgabe am Hitparaden-Mikrofon nicht. Bereits seit im Sommer 2023 hatte sie einmal im Monat die Schweizer Hitparade von SRF 3 präsentiert.
Wenn im kommenden Winter an Sonntagnachmittagen die Radiohörer beim Skifahren sein werden, sitzen Sie im Radiostudio. Ein grosses Opfer oder wird die Freude an der neuen Herausforderung überwiegen?
Stephanie Brändle: Definitiv überwiegt die Freude. Als Radioschaffende bin ich das Arbeiten am Wochenende bereits gewöhnt. Einmal im Monat habe ich dennoch sonntags frei und kann Dinge unternehmen. Ausserdem geht Snowboarden ja auch an anderen Wochentagen, meist sogar mit etwas mehr Platz auf den Pisten. Das werde ich sicherlichausnutzen.Generellgeniesseich es, statt am Wochenende mal unter der Woche frei zu haben und dann einkaufen zu gehen oder einen gemütlichen Tag für mich zu haben.
Handkehrum werden die Skifahrer auf ihrer Rückkehr von der Piste im Stau gerade noch die Top 10 der Hitparade mitbekommen. Sind die Autofahrenden heute die Hauptzielgruppe der HitparadenPräsentationen?
Im Austausch mit den Hörern und Hörerinnen während der Sendung ist definitiv spürbar, dass viele gerade unterwegs sind. Dennoch ist Radio ein Begleitmedium für verschiedensteAlltagssituationen.Ichbingenauso gerne am Familienschlauch oder beim Sonntagsrelaxen in den Ohren der Leute.
Sie hatten die Hitparade von SRF 3 in der Vergangenheit auch schon moderiert, was wird ab November anders sein?
Ich freue mich darauf, eine regere, stärkere Bindung mit dem SRF-3- Publikum knüpfen zu können. Für sie sitze ich sonntags im Studio und möchte ihnen eine Hitparade präsentieren, die nicht nur anhand der meistgehörten Lieder, sondern auch inhaltlich als Sendung am Puls der Zeitbleibt.Dasheisstabernicht,dass nur die aktuellsten Hits Platz finden. Es wird künftig noch mehr Griffe in unser Hitparade-Archiv geben, um alte Ohrwürmer auszugraben.
Hand aufs Herz: Früher stellte sich das Ranking der Schweizer Hitparade gemäss den verkauften Schallplatten, später CDs zusammen, in Zeiten der Streamingsdürfte das eher schwieriger und deshalb eher eine Lieblingsrangliste der Moderatorin sein?
(Lacht) Wenn es meine Lieblingsrangliste wäre, würde noch mehr Taylor Swift in der Hitparade laufen. Natürlich werden die Platzierungen auch heutzutage nach klaren Regulierungen erhoben, da steckt viel Arbeit dahinter. Es stimmt jedoch, dass das heutige Streamingverhalten die Hitparade beeinflusst. Sie ist tendenziell etwas schnelllebiger und manchmal auch unberechenbarer geworden. Beispielsweise kommen alte Songs plötzlich zurück, weil sie gerade auf TikTok trenden.
Auf was freuen Sie sich bezüglich Ihrer neuen Aufgabe am meisten?
Ganz simpel aber echt: Noch mehr Hitparade machen zu dürfen. Diese Sendung ist Kult. Es macht mich unglaublich stolz, eine solch schweizweit bekannte Marke vertreten zu dürfen. Wie bei allen RadioSendungen lege ich als Moderatorin die Musik nicht selbst fest (eine Frage, welche unserer Berufsgattung wahrscheinlich am meisten gestellt wird). In der Hitparade bestimmt das Schweizer Volk die Playlist. Es sind deren Lieblingslieder und genau das macht diese Sendung für mich so magisch.
Die Hitparade zu präsentieren ist das eine, das andere ist die Vorbereitung darauf. Was ist dabei die grösste Herausforderung?
Das Timing ist tricky. Denn die Lieder, welche platziert sind, sollen ja in voller Länge laufen können. Niemand will den eigenen Lieblingssong abgekürzt hören. Diese Chartplatzierungen mit meinen Moderationen, dem Gewinnspiel oder auch Sportschaltungenabzustimmenund auf die Sekunde genau für die Nachrichten zu timen, das ist manchmal eine Herausforderung. Deshalb bereite ich bereits vor der Sendung einen Grossteil meiner Moderationen vor. Immer mit dem Risiko, dass diese wegen dringlicher Verkehrsmeldungen oder spannenden Hörerinnen- oder HörergeschichtenspontanüberdenHaufengeworfen werden müssen.
Kann man Sie nur hören oder via Livestream ev. auch sehen?
In unseren SRF Radiostudios haben wir Kameras installiert, um einen Einblick in unseren Radioalltag zu erhalten. Auf srf3.ch könnt ihr mir somit sonntags von 12-16 Uhr nicht nur zuhören, sondern auch zuschauen. Weiter gibt es den Hitparade Podcast, für alle, die nicht live zuhören können und dennoch wissen wollen, wer auf den vordersten Plätzen ist. Diesen veröffentlichen wir nach der Sendung in der Play SRF App.
Interview: George Stutz
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