Stefan Fritschi
duelliert sich gegen Kaspar Bopp um das Amt des Stadtpräsidenten.
Gestern Mittwoch zog der 160 Meter lange Skilift Schafbüel noch einmal Skibegeisterte aus der Region an.
Skispass Immerhin: Schafbüel und Kitzbühel, die Namen der beiden total ungleichen Skigebiete reimen sich. Googelt man auf der Skigebietsplattform skiresort.ch kann es auch schon mal vorkommen, dass das winzig kleine Skiparadies mit seinem einzigen – 160 Meter langen – Schlepplift und seiner gut 200 Meter langen Piste ob Wildberg direkt über dem mondänen Nobelskiort Kitzbühel mit 188 Pistenkilometern und 58 Bahnen zu stehen kommt.
Und ja, im Vergleich der Eckdaten der beiden total so gegensätzlichen Skiorte stimmt einzig die Zahl 75 überein. Sie steht für den Tageskartenpreis im mondänen Kitzbühel und für den Preis der Saisonkarte in Wildberg.«Natürlich kann es bei uns theoretisch sein, dass unser kleiner Tellerlilift nur einen Tag im Winter läuft und die Saisonkarte deshalb schon etwas teuer erscheint», lacht Patrick Schmid. Er ist Präsident des für den Liftbetrieb zuständigen Vereins «Skifahren Wildberg». Zumindest in diesem Winter konnte man für die 75 Franken bereits fünf Skitage geniessen, zudem berechtigt die Karte zu vergünstigten Tageskarten im wintersicheren Skigebiet Pizol. «Nur solche Kooperationen, grosszügige Sponsoren, unsere Vereinsmitglieder und weitere Freiwillige machen es möglich, dass hier seit 2012 dem Ski- und Snowboardsport bei genügend Schnee gefrönt werden kann», so Schmid.
Jeweils im Spätherbst wird der Skilift, die Skibeiz und die professionell betriebene Skischule eingerichtet. Fällt der Schnee wie 2024 bereits im November, ist das einzigartig-charmante Skigebiet mit Sicht auf den Roten Turm von Winterthur innert weniger Stunden betriebsbereit. «Damals war unsere Piste weit früher als in vielen grossen Skigebieten geöffnet», erinnert sich Patrick Schmid. Bis heute kommen viele skibegeisterte Familien nicht nur aus dem Dorf, sondern viele auch aus Winterthur oder gar weiter weg nach Wildberg.»Der flache Hang ist ideal für Anfänger, die alleine, mit Eltern, Grosseltern oder in der Skischule ihre ersten Schneesport-Erfahrungen machen wollen.
Aber auch Schulklassen, wie am Dienstag die Mittelstufe aus Wildberg, können ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten die Skianlage für sich beanspruchen oder von der Kompetenz des Skischulleiters profitieren. «Wir sind alles Idealisten, unser Lohn ist das Strahlen der Kinder auf der Piste und die Freude der Eltern oder Grosseltern, die auf der Terrasse die Kleinen beobachten oder einfach die Sonne geniessen», meint Patrick Schmid. Er selbst prüft an Tagen wie etwa dem kommenden Samstag morgens um sechs Uhr, ob die Schneeverhältnisse einen weiteren Skitag zulassen, oder eben nicht und informiert dementsprechend auf der Homepage des Vereins. Schmid meint denn auch: «Die Temperaturen sind zurzeit hoch, es könnte knapp werden fürs Wochenende. Grundsätzlich könnte jeder noch offene Skitag dieser Saison bereits der letzte sein, es sei denn Petrus sei unserem kleinen, feinen Skigebiet weiterhin gut gesinnt.»
George Stutz
Alle Informationen zum Skigebiet bei Wildberg:
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