Sol Bufalini
von den FCW-Frauen hatte mit ihren Teamkolleginnen einen Auftritt am Tanzfest.
Elvira Fici bei ihrem Besuch des Partnertierheims in Rumänien.
Elvira Fici hat einenneuen Verein gegründet und engagiert sichehrenamtlich gegen das Tierleid.
Winterthur Es war eine Reise, die Elvira Fici betroffen gemacht hat: Als sich die junge Winterthurerin für eine Tierschutzorganisation in Rumänien engagierte, sah sie grosses Tierleid. «Es war sehr erdrückend. Auf der Strasse sah ich schlimme Bilder von streunenden und kranken Hunden», sagt sie, bei der selbst zwei Hunde aus Rumänien leben. Zurück in der Schweiz war für sie schnell klar, dass sie sich weiterhin vor Ort für das Tierwohl einsetzen will. Also gründete sie 2025 den Verein Fici Paws.
Der Verein ist als Non-Profit-Organisation anerkannt. Das bedeutet einerseits transparente Strukturen und andererseits, dass Spenden von den Steuern abgezogen werden können.
Zwar gibt es in Rumänien staatliche Tierheime, «die Tiere werden dort aber schlecht versorgt», sagt Fici. Darum arbeitet der Verein mit einem Partnertierheim in der Stadt Galati in der Region Westmoldau zusammen. Hier finden über 1500 Tiere Schutz, Versorgung und Sicherheit. «Das meiste, etwa 1200, sind Hunde, daneben leben dort noch 200 Katze, aber auch ein paar Nutztiere wie Kühe und Ziegen, die hier als Gnadenhofbewohner versorgt werden», erzählt Fici im Gespräch. Sie besuchte im April das Tierheim und konnte mit ersten Spenden aktiv zur Linderung des Tierleids beitragen.
Der Fokus von Fici Paws liegt auf der Kastration von Strassenhunden und Katzen. «Das ist die einzig nachhaltige Lösung», so Fici. Pro Kastration rechnet sie mit Kosten von 35 Euro. Damit können die Medikamente gekauft werden, die Ärzte, welche die Kastration vornehmen, arbeiten ehrenamtlich. Daneben unterstützt der Verein auch politische Bestrebungen, Tötungsstationen in Rumänien abzuschaffen. Eine Tiervermittlung in die Schweiz sei in Ausnahmefällen auch möglich, aber nicht der Kernauftrag des Vereins.
Elvira Fici arbeitet Vollzeit und engagiert sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich und mit Herzblut für Fici Paws. «Es ist mir wichtig zu sagen, dass jeder gespendete Rappen zu den Tieren fliesst. Alle Verwaltungskosten übernehme ich privat», so Fici. Der dreiköpfige Vorstand arbeitet ebenfalls unentgeltlich. «Auch Reisekosten und Verpflegung müssen von den Mitarbeitenden selbst übernommen werden», so Fici. Der Verein kann auf zwei Arten unterstützt werden. Einerseits mit Spenden, andererseits können Interessierte auch Vereinsmitglied werden. «Mitglieder haben auch eine Stimme, wenn es darum geht zu entscheiden, was mit den Spendengeldern passiert», sagt Fici. Sollte sich der Verein gut entwickeln, könnte sie sich vorstellen, auch in anderen Ländern für das Tierwohl einzustehen.
Sandro Portmann
Lade Fotos..