Sarina Molinari
hat eine innige Beziehung zu den Songs von ABBA.
Romana Heuberger und Andreas Geering wurden am Sonntag neuin den Stadtratgewählt.
Wahlen Die bürgerliche Wende bleibt aus, der Winterthurer Stadtrat rutscht nur minimal nach rechts. Dies, weil die GLP ihren Sitz an die FDP verliert. Ansonsten bleibt die Sitzverteilung gleich: Drei der sieben Sitze im neuen Stadtrat gehören der SP, zwei der FDP, einer den Grünen und einer der Mitte.
Alle Bisherigen wurden wiedergewählt. Am meisten Stimmen erhielt Stefan Fritschi (22 322), gefolgt von Kaspar Bopp (21 943), Nicolas Galladé (21 117), Martina Blum (20 734) und Christa Meier (16 944). Für die beiden abtretenden Stadträte Katrin Cometta (GLP) und Stadtpräsident Michael Künzle (Die Mitte) kommen Andreas Geering (Die Mitte, 16 392) und Romana Heuberger (FDP, 16 278) neu in den Stadtrat. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 44 Prozent.
Für Romana Heuberger ist es der dritte Anlauf für den Stadtrat. Die Freude darüber, dass es nun geklappt hat, war gross. Sie strahlte vor Freude. «Es ist ein gutes Gefühl. Ich freue mich sehr über das grosse Vertrauen, das mir die Bevölkerung geschenkt hat. Ich werde die Aufgabe mit sehr viel Respekt und Engagement in Angriff nehmen», sagte Heuberger im eingerichteten Wahlzentrum im Superblock. Andreas Geering von der Mitte strahlte nicht minder. Seine Wahl war für viele ein Überraschungserfolg. Erreichte er doch rund 1500 Stimmen mehr als sein Kontrahent Urs Glättli von der GLP. «Es ist eine Riesenfreude und ein Aufsteller, dass es gereicht hat», sagte Geering vor laufenden Kameras. Er lobte den Teameffort der Mitte im Wahlkampf.
Für die GLP war das Ergebnis der Wahlen enttäuschend. Zwar holte Urs Glättli mit 14 857 Stimmen das absolute Mehr, schied aber als Überzähliger aus. Die GLP verliert damit ihren Sitz im Stadtrat. Ebenso verlieren die Grünliberalen einen Sitz im Parlament. «Dem Stadtrat fehlt nun eine ökologische Stimme», bedauerte die abtretende Stadträtin Katrin Cometta an der anschliessenden Wahlfeier in der Coalmine. Zu den Verlierern des Wahlsonntags zählt auch die EVP. Ihre Stadtratskandidatin Franziska Kramer-Schwob blieb mit 10 529 Stimmen chancenlos. Besonders enttäuschend für die Partei: Sie verliert einen Sitz im Parlament und damit ihre Fraktionsstärke. Neu hat die EVP drei Sitze im Parlament. «Wir sind offen für Gespräche mit anderen Parteien», sagt Co-Präsident Sämi Müller leicht niedergeschlagen an der anschliessenden Wahlfeier im Restaurant Concordia. Man wisse noch nicht, wie es weitergehe. Hand bieten die Grünen, die an der Wahlfeier im Museum Schaffen auf dem Lagerplatz andeuteten, ebenfalls offen für Gespräche zu sein. Die Grünen konnten zwar ihre Stadträtin Martina Blum bestätigen, die Partei verlor aber im Parlament zwei Sitze, so viele wie keine andere Partei.
Die SVP verpasste am Wahlsonntag zum zweiten Mal nach 2022 den Sprung in den Stadtrat. Christian Hartmann holte dennoch 12 291 Stimmen. Der parteilose Überraschungs-Kandidat Luca Trivigno schaffte es auf 6 562 Stimmen.
Die grosse Gewinnerin des Winterthurer Wahlsonntags heisst SP. Die Sozialdemokraten gewinnt im Stadtparlament zwei Sitze und kommt auf 17 Sitze. Das Wachstum geht jedoch auf Kosten der Grünen, die im Parlament zwei Sitze verlieren und neu sechs Sitze vereinen. Auf der linken Seite kann auch die AL einen zusätzlichen Sitz verbuchen und hat neu drei. In der Mitte verlieren die Grünliberalen (neu sieben Sitze) und die EVP (neu drei Sitze) je einen Sitz, dafür holt die Mitte einen dazu und kommt auf fünf Sitze. Ebenfalls zu den Gewinnern zählt die SVP, die einen Sitzgewinn verbuchen kann und somit mit zehn Sitzen im Parlament vertreten ist. Die FDP verliert jedoch einen Sitz im Parlament und kommt neu auf acht Sitze. Für die EDU ändert sich nichts, sie hat weiterhin einen Sitz. Um überhaupt die Fraktionsstärke zu erreichen, bildete sie bisher mit der Mitte ein Bündnis.
Sandro Portmann
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