Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Diese Woche finden die Europäischen Tage des Denkmals zum Thema: «Kulturerbe in Gefahr?» statt. Die Denkmalpflege Winterthur zeigt noch bis am 13. September Einblicke.
Kulturerbe «In Gefahr?» steht in leuchtend gelben Buchstaben auf dem Flyer zu den kantonalen Veranstaltungen der Europäischen Tage des Denkmals. Diese finden in dieser Woche statt. «Seit es Kulturerbe gibt, ist Kulturerbe in Gefahr – das liegt in der Natur der Sache», steht im Vorwort, weiter heisst es: «Historische Gebäude und archäologische Funde werden bedroht von natürlichen Prozessen wie Erosion oder Verwitterung, aber auch von gesellschaftlichen Veränderungen, dem Klimawandel, kollektiven und persönlichen Interessen.»
Laut Stefanie Magel von der Denkmalpflege der Stadt Winterthur und Projektleiterin der Europäischen Tage des Denkmals in Winterthur, sollen im Zusammenhang mit den Gefahren vor allem die Chancen gesehen werden. «Immer wieder muss verhandelt werden, was erhalten werden soll und was nicht. Das öffentliche Interesse an der Baukultur ist entscheidend.»
Kulturerbe «In Gefahr?» steht in leuchtend gelben Buchstaben auf dem Flyer zu den kantonalen Veranstaltungen der Europäischen Tage des Denkmals. Diese finden in dieser Woche statt. «Seit es Kulturerbe gibt, ist Kulturerbe in Gefahr – das liegt in der Natur der Sache», steht im Vorwort, weiter heisst es: «Historische Gebäude und archäologische Funde werden bedroht von natürlichen Prozessen wie Erosion oder Verwitterung, aber auch von gesellschaftlichen Veränderungen, dem Klimawandel, kollektiven und persönlichen Interessen.» Laut Stefanie Magel von der Denkmalpflege der Stadt Winterthur und Projektleiterin der Europäischen Tage des Denkmals in Winterthur, sollen im Zusammenhang mit den Gefahren vor allem die Chancen gesehen werden. «Immer wieder muss verhandelt werden, was erhalten werden soll und was nicht. Das öffentliche Interesse an der Baukultur ist entscheidend.»Reichhaltiges Programm für WinterthurDie Denkmalpflege der Stadt Winterthur hat an den diesjährigen Denkmaltagen wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt. Traditionelles Handwerk, Industriekultur, Bierbrauereigeschichte und junges Baukulturerbe treffen in dieser Woche aufeinander. Besucherinnen und Besuchern steht die Ausstellung und ein Film im Gewerbemuseum zum Thema «Backstein» offen oder die Buchpräsentation in der Schweizerischen Nagelfabrik über das Schaffen von Hans-Peter Bärtschi, der sich sein Leben lang gegen die Zerstörung von Fabriken und technischer Infrastruktur eingesetzt hat.Historische Bauteile vor Mulde rettenAm Samstag, 12. September, finden gleich mehrere Live-Demonstrationen, Ausstellungen und Führungen für die ganze Familie statt, sie alle beginnen auf dem Kirchplatz: Das Publikum ist eingeladen, den Stand des Bauteillagers Ostschweiz zu besuchen und mehr zu erfahren über die grossen und kleinen historischen Bauteile, die voller Geschichten stecken und bei Umbauten oder Abbrüchen in Gefahr sind. «Bauteile landen leider allzu oft in einer Mulde, dabei könnten sie bei einem anderen Bau wiederverwendet werden», sagt Magel von der Denkmalpflege Winterthur.Ein grosser Stellenwert bei historischen Bauten hat Traditionshandwerk. «Einerseits besteht die Gefahr, dass dieses bedroht ist, andererseits bietet dieses auch Berufschancen. Handwerk lässt sich nicht durch den digitalen Wandel ersetzen», sagt Magel. «Gelerntes Handwerk ist nach wie vor sehr wichtig.» Über die Schulter schauenAm Samstag lassen sich deshalb auf dem Kirchplatz bedrohte traditionelle Handwerkstechniken bestaunen. «Es werden eine Stuckateurin, eine Malerin/Restauratorin sowie ein Handwerker für Holzbau vor Ort sein», sagt Magel. «Interessierte können sogar mitmachen.»Ein virtuelles Erlebnis verspricht hingegen ein begehbares Luftbild der Sammlung Winterthur, bei dem Winterthur auf eine andere Art und Weise bestaunt werden kann.Einmal mehr bieten die Denkmaltage die Möglichkeit, hinter Türen zu blicken, die sonst verschlossen bleiben. Anhand von zwei ganz unterschiedlichen Altstadthäusern zeigen die Eigentümerschaft, Architektinnen und Architekten sowie Denkmalpflegerinnen, wo die Liebe zum Detail gepflegt wird, wo die Baukultur lebt. Claudia Naef Binz3163
Die Denkmalpflege der Stadt Winterthur hat an den diesjährigen Denkmaltagen wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt.
Traditionelles Handwerk, Industriekultur, Bierbrauereigeschichte und junges Baukulturerbe treffen in dieser Woche aufeinander. Besucherinnen und Besuchern steht die Ausstellung und ein Film im Gewerbemuseum zum Thema «Backstein» offen oder die Buchpräsentation in der Schweizerischen Nagelfabrik über das Schaffen von Hans-Peter Bärtschi, der sich sein Leben lang gegen die Zerstörung von Fabriken und technischer Infrastruktur eingesetzt hat.
Am Samstag, 12. September, finden gleich mehrere Live-Demonstrationen, Ausstellungen und Führungen für die ganze Familie statt, sie alle beginnen auf dem Kirchplatz: Das Publikum ist eingeladen, den Stand des Bauteillagers Ostschweiz zu besuchen und mehr zu erfahren über die grossen und kleinen historischen Bauteile, die voller Geschichten stecken und bei Umbauten oder Abbrüchen in Gefahr sind. «Bauteile landen leider allzu oft in einer Mulde, dabei könnten sie bei einem anderen Bau wiederverwendet werden», sagt Magel von der Denkmalpflege Winterthur.
Ein grosser Stellenwert bei historischen Bauten hat Traditionshandwerk. «Einerseits besteht die Gefahr, dass dieses bedroht ist, andererseits bietet dieses auch Berufschancen. Handwerk lässt sich nicht durch den digitalen Wandel ersetzen», sagt Magel. «Gelerntes Handwerk ist nach wie vor sehr wichtig.»
Am Samstag lassen sich deshalb auf dem Kirchplatz bedrohte traditionelle Handwerkstechniken bestaunen. «Es werden eine Stuckateurin, eine Malerin/Restauratorin sowie ein Handwerker für Holzbau vor Ort sein», sagt Magel. «Interessierte können sogar mitmachen.»
Ein virtuelles Erlebnis verspricht hingegen ein begehbares Luftbild der Sammlung Winterthur, bei dem Winterthur auf eine andere Art und Weise bestaunt werden kann.
Einmal mehr bieten die Denkmaltage die Möglichkeit, hinter Türen zu blicken, die sonst verschlossen bleiben. Anhand von zwei ganz unterschiedlichen Altstadthäusern zeigen die Eigentümerschaft, Architektinnen und Architekten sowie Denkmalpflegerinnen, wo die Liebe zum Detail gepflegt wird, wo die Baukultur lebt.
Claudia Naef Binz
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