Sarina Molinari
hat eine innige Beziehung zu den Songs von ABBA.
Das Uhrenmuseum Winterthur zeigt im Gastspiel seltene Freimaurer-Uhren.
Gastspiel Als erstes fällt die dreieckige Form der Uhren auf. Da ist beispielsweise eine goldene Freimaurer-Taschenuhr von Schwab & Brandt, Genf, aus dem Jahr 1925. «Diese Uhr, wie auch die gezeigte Armbanduhr sowie der Wecker, wurden alle für Freimaurer angefertigt», sagt Jasmin Gadola, Leiterin Sammlung des Uhrenmuseums Winterthur.
Nachdem das Uhrenmuseum Winterthur bei früheren Gastspielen grosse Uhren gezeigt hat, werden diesmal kleinere Zeitmesser ins Zentrum gerückt. «Das Uhrenmuseum Beyer in Zürich war auf Anfrage bereit, diese Freimaureruhren als Leihgabe zur Verfügung zu stellen – keine Selbstverständlichkeit.»
Die Zahl drei spielt laut Ausstellungsbeschrieb in der Welt der Freimaurerei eine wichtige Rolle. So steht das Dreieck für die Führungsebene der Logen, den Meister, den ersten sowie den zweiten Aufseher. Die Freimaurer gelten als verschwiegene Gemeinschaft. Um diese rankt so manche Legende. Erste Logen wurden im 18. Jahrhundert gegründet. Ihr Ursprung geht auf die mittelalterlichen Handwerksvereinigungen, vor allem der Steinmetze, zurück. Die Freimaurerei ist eine Gesinnungsgemeinschaft, die für Werte wie Freiheit, Gleichheit und Humanismus steht. Da die Logen teilweise angefeindet wurden, verlegten diese ihre Treffen in den Untergrund.
«Ob die Armbanduhr im Alltag offen getragen wurde, wissen wir nicht», sagt Gadola.
Aus Uhrmachersicht stellt die Dreiecksform vor besondere Herausforderungen. «Ein Uhrwerk ist grundsätzlich rund», sagt Gadola. Beim Wecker wurde ein rundes Uhrwerk in ein dreieckiges Gehäuse verbaut. «Bei der Taschenuhr hingegen, wurde ein dreieckiges Uhrwerk konstruiert, dies ist eine grosse Seltenheit», sagt Gadola.
Speziell an den Uhren sind auch die Symbole. Anstelle von Zahlen sind auf dem Zifferblatt etwa eine Maurerkelle oder ein Winkeleisen abgebildet. Was es mit dem Totenkopf auf sich hat, erklärt Gadola: «Dieser soll daran erinnern, dass das Leben vergänglich ist. Es ist auch eine Ermahnung, ein gutes, anständiges Leben zu führen.» Ein weiteres Symbol zeigt an der Position der Sieben einen ungeschliffenen Stein. Er symbolisiert den Handwerksgesellen und erinnert gleichzeitig daran, am eigenen Charakter zu arbeiten und ihm den letzten Schliff zu verpassen.
Claudia Naef Binz
Freimaureruhren
24. März bis 27. September
uhrenmuseumwinterthur.ch
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