Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Schon heute stauen sich die Autos zu Spitzenzeiten auf die Kanzleistrasse hinaus und schränken den Verkehr im Kreisel erheblich ein.
Von neun Kundenparkplätzen verbleiben nach dem Umbau der Post Seen noch deren fünf (plus 2 IV-Parkplätze).
Parkplatzabbau Die Post Seen präsentiert sich zumindest im Innern umgebaut und neu aufstellt. Da die Postverteilung ins Grüzefeld ausgelagert wurde, verbleibt in Seen einzig noch der
Schalterraum in der Nutzung der Post. Drei Büros werden in der frei gewordene übrigen Fläche
ausgeschrieben.
Neu stehen den Postkunden zwei statt vor dem Umbau drei Schalter zur Verfügung. Eine Konsequenz primär daherrührend, dass die Kundenabwicklung heute
deutlich effizienter erfolgt als noch vor einigen Jahren. Der durch Online-Abwicklungen und Aufhebung von Schliessfächern in den letzten Jahren zurückgegangene Kundenstrom wird durch das Bevölkerungswachstum und die Schliessung anderer Poststellen in etwa kompensiert. Wie aus einer Statistik eines stillen Beobachters herausgeht, werden die bisher neun von insgesamt zwölf den Postkunden zur Verfügung stehenden Parkplätze insbesondere an Monatsenden an Freitagnachmittagen und Samstagvormittagen nach wie vor stark frequentiert, so dass sich der Verkehr auf der Kanzleistrasse immer wieder bis über den Kreisel hinaus zurückstaut und so teils auch die Verkehrssicherheit tangiert.
Und dies dürfte in Zukunft nicht besser werden – im Gegenteil.
Denn, im Zusammenhang mit der Baueingabe der Post ist das zuständige Tiefbauamt unter Anwendung der Parkplatzverordnung PPVO über die Bücher gegangen. Mit in die Beurteilung
eingerechnet hat die Behörde dabei auch drei ebenfalls im Hof der Post eingezeichnete Parkplätze, die allerdings nicht auf dem Postgrundstück, sondern auf dem danebenliegenden (u.a. Postapotheke, Arztpraxis, ein Ingenieurbüro, drei Wohnungen) Grundstück liegen. Die Post darf diese per Dienstbarkeit nutzen. Mit den bisherigen sechs auf der Postseite eingezeichneten Parkfelder standen den Postkunden bis anhin neun Parkplätze zur Verfügung. Mit der vom Tiefbauamt geplanten Korrektur werden es künftig vier Parkfelder weniger sein. Aus vier der bisherigen Parkplätzen müssen neu zwei grosse IV-Felder eingezeichnet werden – eines für Postkunden mit entsprechender Parkkarte, eines für Angestellte mit einer solchen.
Fakt ist, dass sich die Behörde auf das PPVO beruft, in der Verordnung explizit für eine Poststelle
ein Normbedarf für Parkplätze aber nicht ersichtlich ist. Vier Parkplätzeweniger bedeutet auch,
dass den Betrieben wie eben der Post mit viel Laufkundschaft, der Postapotheke mit etwas weniger Laufkundschaft, jedoch regelmässigen Medikamentenlieferungen, der Arztpraxis mit längeren Verweilzeiten sowie einem Ingenieurbüro und drei Wohnungen fortan nur noch total acht (mit zwei nicht einrechenbaren IVParkplätzen) von bis anhin zwölf Kunden- bzw. Besucherparkplätze zur Verfügung stehen werden.
Zum wiederholten Mal wird damit im Zuge des rigorosen Parkplatzabbau durch die Winterthurer Behörde auch das Gewerbe getroffen.
George Stutz
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