Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Kaspar Bopp bei der Medienkonferenz am Dienstagmorgen. Bild: spo
Die Stadt rechnet im Budget 2027 mit einem Minus von 11,6 Millionen Franken. Ein Experten-Team soll entlasten.
Finanzen Das Gewitter hat sich schon lange angekündigt, nun steht es vor der Stadt: Ab 2027 rechnet die Stadt Winterthur mit einem Minus bei der Jahresrechnung. 2027 geht die Stadt von einem Defizit in der Höhe von 11,6 Millionen aus, 2028 sind es 5,2 Millionen, 2029 geschätzte 25,3 Millionen und 2030 bereits 44,7 Millionen Franken. Die düsteren Aussichten für die Stadtkasse veranlassen Finanzvorsteher Kaspar Bopp nun zum Handeln. Die Stadt lanciert das Projekt «Haushaltsentlastung 2030». Dieses soll die Stadtfinanzen ab 2030 um jährlich 25 Millionen Franken entlasten. Welche Massnahmen das sein werden, ist noch unklar. Stadtverwaltung und eine externe Arbeitsgemeinschaft werden nun ein Massnahmenpaket erarbeiten. Im Sommer 2027 soll dieses vorliegen. «Wir sind ergebnisoffen. Wir wollen damit möglichst viel auf dem Tisch haben, um die beste Lösung zu finden», sagte Bopp. Diese müsse schliesslich aber auch mehrheitsfähig sein. «Mit diesem Massnahmenpaket wollen wir robust handlungsfähig ins nächste Jahrzehnt», sagte Bopp an einer Medienkonferenz.
Von einer Steuererhöhung ist im Budget 2027 nicht die Rede. Das zweckfreie Eigenkapital der Stadt, immerhin 468,1 Millionen Franken, kann das Defizit abfedern. Finanzvorsteher Bopp spricht von einem hohen Druck auf die Finanzen der Stadt, der stetig steigt. In den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit, wo 76 Prozent der Steuereinnahmen hinfliessen, steigen die Kosten stark. «Es sind Bereiche, in denen die Kosten komplett vom Kanton vorgegeben sind. Das stellt uns Jahr für Jahr vor Herausforderungen», so Bopp. Zwar steigen die Einnahmen der Stadt aus den Steuererträgen und dem Finanzausgleich. Die Steuereinnahmen wachsen um 34,5 Millionen Franken auf 555,7 Millionen Franken. Bei den juristischen Personen steigen die Einnahmen um 23,5 Millionen auf 410,8 Millionen Franken. «Die Prognosen zeigen aber, dass die Ausgaben auch weiterhin schneller steigen als die verfügbaren Einnahmen», so Bopp.
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