Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Fantastisches Schlussbild der Zündwürfel-Pokalnacht.
Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie lautstarke Fans wäre der Sport niemals die schönste Nebensache der Welt.
Anlass Der Sportförderpreis «Zündwürfel» rückt Vereine, Ehrenamtliche und Fangruppierungen ins Rampenlicht. Letzte Woche ging die vom Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und dem Sportfördergefäss Sportdate initiierte Pokalnacht in der Axa-Arena zum zweiten Mal über die Bühne. «Während meiner ganzen sportlichen Karriere war ich in diversen Vereinen, ohne deren Unterstützung ich heute nicht hier wäre», lobte Schwinger und Laudator Samir Leuppi die Tätigkeit der rund 2200 Vereine im Kanton Zürich. Der mit 5000 Franken dotierte Siegerpreis ging an den FC Kloten, der fast 700 Kinder aus 42 Nationen trainiert und sozial integriert. Die Rolle der Sportvereine würdigte auch Regierungsrat Mario Fehr. «In der Pandemie wären die Risse in unserer Gesellschaft ohne den Sport viel grösser geworden. Wer die Rolle des Sports nicht anerkennt, hat nichts verstanden – und sollte auch nicht gewählt werden», sagte Fehr, der beim Betrachten der Showeinlage von Steptanz-Weltmeister Daniel Borak einen gefühlten Bänderriss erlitt. Die Podestplätze in der Vereinskategorie gingen nach Zürich in die Sportarten Rugby und Cricket.
Der Sieger in der Kategorie Ehrenamt wurde dem Motto des Abends folgend ausgewürfelt. Hermann Sieber vom TV Gossau lachte das Glück. Der heimliche Sieger war jedoch der gehörlose Volleyball-Schiedsrichter Christian Matter. «Ich habe auch schon mal Spielern die Rote Karte gezeigt, wenn ich Schiedsrichterbeleidigungen von den Lippen ablesen konnte», bemerkte er via Dolmetscherin. Einen Scheck bekamen letztlich alle sechs Nominierten, auch Irene Hunn von der Geräteturnerinnenriege Oberwinterthur. «Weil ich den Sport und meine Aufgabe liebe», beantwortete sie die Frage von Moderatorin Regula Späni, warum sie sich seit Jahrzehnten für ihren Verein engagiere. In der Kategorie Fans überzeugten die Anhänger des FC Herrliberg die 700 Gäste mit Lautstärke und Konfetti am meisten. Rychis Leuebandi (HC Rychenberg) und den Pfadi Flyers blieben die Ränge 3 und 4, was einen Zustupf von 500 Franken in die Vereinskasse einbrachte.
«Es gibt nichts Schöneres, als einem Junior ein Autogramm zu geben. Die Resultate sind im Sport schnell vergessen, aber die Emotionen bleiben – an einer WM in eine Arena mit 12 000 in Rot gekleideten Fans einlaufen zu dürfen, ist unbezahlbar», würdigte der zurücktretende Unihockey-Natigoalie Pascal Meier die Anhänger. «Sie machen Misserfolge erträglicher und Erfolge umso schöner, sie sind das Herzstück des Sports.»
Damian Keller
Lade Fotos..