Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Hier entsteht die Winterthurer Solarstrasse.
Beim Innovationslabor Grüze testet die Stadt Winterthur eine Strasse, die Strom generiert. Der Strom reicht für zehn bis zwanzig E-Bikes.
Energie Ist diese Solarstrasse die Zukunft in Winterthur? Die Stadt testet mit der Firma Equans neue Solarmodule, die auf bestehende Verkehrsstrassen verklebt werden. Die Module der zehn Meter langen Strasse sind nur fünf Millimeter dick, erlauben aber ein Befahren von bis zu 13 Tonnen Achsenlast. Sie sind für eine Geschwindigkeit bis zu 30 km/h ausgelegt, könnten also bei Radwegen, Zufahrten oder Parkflächen eingesetzt werden.
Nun werden sechs Module beim Innovationslabor verbaut. Diese weisen eine Leistung von 1,42 kWp auf. Diese Energie wird vor Ort genutzt: Sie speist eine Batterie mit einer Kapaziät von über 5 kWh, die wiederum als Ladestation für E-Bikes dient. So können an einem durchschnittlichen Tag im Juli zwischen zehn bis 20 E-Bikes vollständig aufgeladen werden – bis zu drei Bikes gleichzeitig. Ein Hybridwechsler sorgt dafür, dass auch bei bewölktem Himmel oder leerer Batterie eine zuverlässige Stromversorgung gewährleistet ist. «Mit dieser Installation zeigen wir, wie bereits versiegelte Flächen doppelt genutzt werden können – als Verkehrsfläche und als nachhaltige Energiequelle», sagt Martin Rumpf, Smart City-Verantwortlicher bei Equans Switzerland. «Gerade bei abgelegenen Örtlichkeiten oder in urbanen Räumen, wo Platz knapp ist, bieten solche Lösungen enormes
Potenzial.
Die Wattway-Installation ist Teil eines Pilotprojekts, das im Rahmen des Innovationslabors Grüze realisiert wurde. Martin Joos, Stadtingenieur von Winterthur führt aus: «Ein Ziel des Innovationslabors ist es, neue Anwendungen und Technologien im städtischen Raum zu testen und deren Alltagstauglichkeit zu evaluieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in zukünftige Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung einfliessen. Die Solarstrasse unterstützt dieses Vorhaben und erlaubt einen Blick in zukünftige Möglichkeiten.» Seit vergangenem Montag kann die Bevölkerung ihr E-Bike in beim Innovationslabor in der Grüze laden. Nötig ist dazu nur das eigene Ladekabel. Stadt und die Firma Equals werden die Energieproduktion und den Verbrauch über den Sommer analysieren. pd/spo
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