Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Hoher Besuch in Töss: Eine von weltweit nur 17 Fatima-Pilgermadonnas kommt vom 13. bis 17. Mai nach Winterthur in die Kirche St. Josef.
Glauben Egal wie schlecht es für die Menschen aussieht, am Ende wird Gott siegen. So lautet die Botschaft der Fatima-Erscheinung aus dem Jahr 1917. Die Jungfrau Maria erschien in der portugiesischen Stadt Fatima sechs Mal drei Hirtenkindern mit verschiedenen Botschaften und einem Wunder, das von Zehntausenden Menschen beobachtet wurde. Bis heute ist die Faszination von Fatima ungebrochen. Die Stadt mit rund 15 000 Einwohnern ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte für die katholische Kirche, der jährlich von Millionen Menschen aus aller Welt besucht wird. «Fatima ist bis heute prägend für die katholische Kirche», sagt Benjamin Aepli. Er setzt sich in verschiedenen Gremien für die Verehrung der himmlischen Mutter ein, etwa beim Fatima Weltapostolat oder der Stiftung Mission Maria, die vor einem Jahr gegründet wurde und deren Geschäftsführer er ist. Es geht aber auch umgekehrt. Er will Maria zu den Menschen bringen.
Das geschieht nun in Form einer Pilger-Madonna, einer 1,07 Meter grossen Statue, geschnitzt aus Lindenholz. Sie ist eine Rarität, wie Aepli sagt: «Weltweit gibt es nur 17 originalgetreue Kopien der Statue im Heiligtum.» Am kommenden Samstag wird Bischof Gmür die Fatima-Madonna in einer feierlichen Messe aussenden. Danach kommt sie nach Winterthur. «Die Kirche St. Josef ist der erste Ort, wo die Madonna zu sehen ist», so Aepli. Danach reist sie weiter nach Oerlikon. Eine ähnliche Reise gab es bereits in den 50er Jahren. Damals reisten drei Madonnen-Statuen durch die Schweizer Kirchenlandschaft. «Das Ziel ist aber mehr, als nur eine schöne Veranstaltung zu organisieren – wir hoffen, dass Maria den Menschen eine Zuflucht in ihren Sorgen sein kann und sie zu Gott führt.» Für einen Schreckmoment sorgte die Reise der Madonna von Portugal in die Schweiz. Fast wäre der Statue die Einreise verwehrt worden. «Wir mussten ein Ticket lösen wie für eine Person, also nannten wir sie «Ave Maria», erinnert sich Aepli mit Grinsen zurück. Die Statue sass dann neben ihm auf einem eigenen Sitz.
spielt auch im Leben vieler Päpste eine bedeutende Rolle. Eine besondere Beziehung hatte Papst Johannes Paul II. Wie durch ein Wunder überlebte er ein Attentat. Keine der Kugeln hatte den Papst lebensgefährlich verletzt. Johannes Paul II. glaubte selbst, dass sein Überleben dem Schutz der Jungfrau von Fatima zu verdanken sei. Eine Hülse der Kugel ist in der Krone der originalen Fatima-Madonna eingefügt, ebenso auch in der Madonna, die in Winterthur zu Besuch kommt. Der 13. Mai spielt bei der Fatima eine besondere Rolle. So erschienen die Jungfrau nicht nur am 13. Mai den Hirtenkindern, auch das Attentat auf Papst Johannes II. fiel auf dieses Datum. Seit 2002 ist der 13. Mai als Fest zu Ehren von Fatima einen festen Bestandteil im katholischen Kirchenkalender. Umso schöner ist, dass die Madonna genau am 13. Mai in Töss Halt macht. «Alle sind herzlich zum Fest eingeladen. Der Anlass soll Spuren hinterlassen – das ist meine Hoffnung», so Aepli.
Die Fatima-Madonna wird am Dienstag, 13. Mai, in der Kirche St. Josef Töss mit einem Rosenkranzgebet um 18.15 Uhr begrüsst. Anschliessend findet um 19 Uhr ein feierlicher Gottesdienst statt. Täglich wird ein Rosenkranz gebetet. Ein Höhepunkt ist die Prozession am Sonntag, 18. Mai, um 14.45 Uhr, mit dem Einzug in die Kirche. Die zweisprachige Messe wird von Pater Jan gehalten. Um 16.15 Uhr wird der Rosenkranz gebetet und anschliessend läuft ein Film über Fatima. Die Madonna ist am Samstag nicht zu sehen. Der musikalische Abschlussgottesdienst findet am Freitag, 23. Mai, 8.30 Uhr, statt. www.fatima.ch
Sandro Portmann
Lade Fotos..